In der Welt der Kosmetik begegnet uns eine Vielfalt von Inhaltsstoffen – einer davon ist Titandioxid. Doch was genau ist Titandioxid und warum ist es aktuell ein so stark diskutiertes Thema in der Kosmetikbranche? Wir beantworten dir diese und weitere Fragen und stellen dir in diesem Zusammenhang unsere Zahnpasta ohne Titandioxid vor.
In Kosmetikprodukten wie z. B. Zahnpasta oder Lipgloss wird Titandioxid (CI 77891) als Weißpigment eingesetzt. Es kann auch in Lippenstiften oder Foundations und Concealer enthalten sein, dort bietet es eine gute Abdeckung und kann Unregelmäßigkeiten im Hautbild, wie Rötungen oder Pigmentflecken, kaschieren. In Sonnenschutzmitteln kann es als mineralischer UV-Filter zum Einsatz kommen.
Woran erkenne ich Titandioxid in Zahnpasta und anderen kosmetischen Produkten?
Auf Inhaltsstofflisten von Kosmetikprodukten ist es als CI 77891 oder Titanium Dioxide zu finden. Die Abkürzung CI steht dabei für Colour Index.
Ist Titandioxid in Zahnpasta schädlich?
Die Bewertung der EFSA bezieht sich auf die Risiken von Titandioxid, das als Lebensmittelzusatzstoff verwendet wird, nicht jedoch auf andere Verwendungszwecke. In der Kosmetik darf Titandioxid weiterhin verwendet werden, da es nach derzeitigem Kenntnisstand nicht über die Haut aufgenommen wird. Für Kosmetik, die eventuell verschluckt werden könnte – wie etwa Zahnpasta oder Lipgloss und Lippenstifte – wird der Einsatz von Titandioxid (CI 77891) von Experten derzeit noch als unbedenklich eingeschätzt. Da zurzeit noch Unklarheit darüber besteht, ob der als Lebensmittelzusatzstoff bekannte Stoff E171 und Titandioxid in Kosmetika (CI 77891) als dieselbe Substanz gelten, ist eine direkte Übertragung der EFSA-Bewertung auf Kosmetikprodukte nicht möglich.
Funktionen von Titandioxid in Zahnpasta
Obwohl Titandioxid in Kosmetikprodukten weiterhin verwendet werden darf, zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass sich viele Verbraucher titandioxidfreie Alternativen wünschen. Daher arbeiten wir aktiv daran adäquate Ersatzstoffe zu finden, die unseren Qualitätsansprüchen genügen. Wie z. B. unsere Zahncremes ohne Titandioxid oder auch unsere Sonnenschutzlotion.
Titandioxid wird aus zwei Gründen in Zahnpasta eingesetzt:
- Als Weißmacher: Titandioxid ist ein hochwirksames Weißpigment, das der Zahnpasta eine strahlend weiße Farbe verleiht.
- Als Schleifpartikel: Als solche entfernt es Beläge und Verfärbungen.
Anstatt auf Titandioxid setzen wir in unseren Zahncremes auf die Ersatzstoffe Natriumbicarbonat, Kaolin, Kreide (Calcium Carbonate) oder Kieselsäure (Hydrated Silica).
Zahnpasta ohne Titandioxid
Auch, wenn Titandioxid in Zahnpasta nach aktuellem Kenntnisstand bislang nicht als gesundheitsschädlich eingestuft werden kann, ist es verständlich, wenn Konsumenten vorsichtshalber auf diesen Stoff verzichten möchten. Die aktuellen Entwicklungen im stationären- und Online-Handel zeigen, dass auf den Wunsch vieler Verbraucher nach Zahnpasta ohne Titandioxid zunehmend eingegangen wird. So werden immer mehr Zahnpflegeprodukte ohne Titandioxid angeboten. Auch wir bei lavera verzichten in unseren neuen Zahnpasta-Rezepturen bewusst auf Titandioxid, um auf mögliche Bedenken unserer Kunden Rücksicht zu nehmen.
Zusammenfassung
Titandioxid ist ein weißes Mikropigment, das Produkte weiß einfärbt, und in der Industrie und Kosmetikbranche zum Einsatz kommen kann. In Form des Zusatzstoffs E171 wurde es lange Zeit auch in Lebensmitteln eingesetzt, bis dieser 2022 EU-weit verboten wurde. Seitdem darf Titandioxid Lebensmitteln nicht mehr hinzugefügt werden, weil E171 nicht mehr als sicher eingestuft werden konnte.In der Kosmetik darf Titandioxid in Form des Stoffs CI 77891 weiterhin verwendet werden. Experten schätzen den Einsatz von Titandioxid dort derzeit als unbedenklich ein. Zum einen kann es nach aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung nicht über die Haut aufgenommen werden. Des Weiteren lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage darüber treffen, inwieweit sich die Ergebnisse für Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff (E171) auf Titandioxid in Kosmetik (CI 77891) übertragen lassen. Denn derzeit steht noch nicht fest, ob und inwieweit diese beiden Stoffe identisch sind.